Leseprobe

Eingang in eine im Entstehen begriffene Doppelgeschichte

In unserer Stadt herrschen die sechs Zeitalter. 

Jedes hat seinen Ort – wir nennen sie Bezirke und haben ihnen Nummern gegeben – und steht doch in die anderen hinein. 

Jeder dieser Bezirke spannt ein bestimmtes Netz um die Menschen, und weiter um die Welt. 

Während in jedem dieser Teile unserer Stadt eine Welt verborgen steckt, die sie in einem je eigenen Prinzip stiftet, sind die Teile doch zugleich Bilder, die je den Zugang zu diesen Welten liefern. Verknüpft sind beide durch Schlüssel, die in Kleinem zu finden sind, darin jedoch zugleich stets die Welt als Ganze gespiegelt und erklärt liegt. Wo in ersteren die Diskurs-Brüche in ihrer Klarheit des fasernden Holzes der ewigen, da bisher ewig neu geschnittenen Bretter stehen, sammelt sich in letzteren die geballte, verdichtete Blick- und Speicherroutine zu Stichen aus blumendem Stahl und schimmerndem Aluminium. 

Beschäftigt man sich länger mit dieser Stadt, streift etwa tagtäglich durch sie hindurch, so kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, die sechs Zeitalter fänden sich alle je in einem Blick, in einem Augenstand zur Welt, die je das Axial-Gewölbe der Bilder dieser Teile stellen. 

Unsere Stadt eine Utopie zu nennen wäre falsch. Sie ist wie alles ein Produkt des Würfels, der die Zeit ist und dessen Aufprallen in rechten Winkeln den Untergrund mehr erschüttern können, als die Physik erlaubte. 

Man stelle sich vor, man erwache in dieser Stadt eines Morgens mit irgendeinem Namen und mache sich auf zu einem Spaziergang, während dessen man beständig von den Geräuschen umhergeworfen würde, die die Bewegungen in der Stadt begleiten.